Die neue Bundesregierung werde die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ „konsequent umsetzen“ – so verspricht sie es im Koalitionsvertrag. Welche Schwerpunkte sollte sie dabei setzen? Zu Beginn der Amtszeit der neuen Großen Koalition möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung hier die Debatte zur Umsetzung der neuen Leitlinien anstoßen. Wo gibt es so wirksame Ansätze, dass der Ausbau sinnvoll ist? Welche konkreten Zielvorgaben sollte sich die Bundesregierung in diesem Politikbereich setzen? Wie sollte der Austausch zwischen Politik, Forschung und Zivilgesellschaft in diesem Bereich weiterentwickelt werden?

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Task Force Takuba in Mali: Verpasste Chance für die europäische Außenpolitik

Eine deutsche Beteiligung an der von Frankreich initiierten Task Force Takuba zur Terrorismusbekämpfung spielte im Rahmen der Bundestagsdebatten um die Mali-Mandate der Bundeswehr kaum eine Rolle. Das ist problematisch, denn die Task Force politisch zu unterstützen, aber die Risiken anderen zu überlassen, ist inkonsequent und schadet der gemeinsamen europäischen Außenpolitik.

Umwelt und Frieden zusammendenken: Environmental Peacebuilding als Chance für die deutsche Friedens- und Entwicklungspolitik

Environmental Peacebuilding verbindet Umweltprojekte mit Friedensförderung. Derzeit nimmt die Bundesregierung den Klimawandel als Konfliktverstärker wahr, sie sollte ihn aber auch als Chance für Kooperation zur Überwindung gemeinsamer Herausforderungen begreifen und Environmental Peacebuilding in die Sicherheits- und Entwicklungspolitik integrieren.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt in eine Krise gestürzt, die sich auf alle Politikbereiche auswirkt. Vor welche Herausforderungen stellt das Virus Akteure in den Bereichen Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung? Welche Erfahrungen und Lehren gibt es in der Praxis und der Forschung zu den Auswirkungen von (im Ansatz) vergleichbaren gesellschaftlichen Schocks? Wie muss die Bundesregierung ihre Instrumente in diesem Bereich kurz- und langfristig möglicherweise anpassen? Dazu fragt die Bundesregierung nach Impulsen.

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It’s Not Just About Health: Four Lessons From Ebola for the COVID-19 Response in Conflict-Affected Countries

COVID-19 is not the first health crisis to hit conflict-affected countries: Germany can learn valuable lessons from Search for Common Ground’s response to Ebola epidemics. Berlin should support civil society in violence prevention and trust-building measures, provide adequate training for security actors, and ensure the meaningful inclusion of local communities.

#RealityCheck 1: Peacebuilding Efforts by Never Again Rwanda

In a new series on the PeaceLab blog, we publish brief interviews with peacebuilding practitioners about how COVID-19 has affected their work. In this first interview, Dr. Joseph Ryarasa Nkurunziza, Executive Director of the non-governmental organization “Never Again Rwanda” (NAR) describes their work, how they had to adapt to the pandemic and what kind of support is needed from external actors.

Vor 20 Jahren verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 und legte damit den Grundstein für die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Im Jubiläumsjahr der Resolution wird die Bundesregierung ihren aktuellen Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der Agenda auswerten und einen neuen, dritten Aktionsplan beschließen. Welche konkreten Ziele und Maßnahmen sollte sie im neuen Aktionsplan verankern? Welche Erkenntnisse aus dem Bereich der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sollte die Bundesregierung bei der Gestaltung und Umsetzung des NAPs berücksichtigen? Zu diesen und weiteren Fragen möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung auf dem PeaceLab-Blog eine Debatte anstoßen.

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Zwischen Mai 2019 und Februar 2020 diskutierten die Autor*innen über die Zukunft der Friedens- und Sicherheitspolitik in Brüssel. Angestoßen vom Beirat Zivile Krisenprävention und im Hinblick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2020 drehte sich diese Debatte um Prioritäten, Instrumente, Herausforderungen und Chancen. Welche Themen sollte Deutschland hinsichtlich europäischer Krisenprävention und Konfliktbewältigung voranbringen? Wie können die verschiedenen EU-Instrumente effektiver gestaltet werden? Die Autor*innen lieferten Antworten auf diese und weitere Fragen.

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Krisenprävention voranbringen: Vorschläge der PeaceLab-Autor*innen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Corona wird die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dominieren, aber die Pandemie darf nicht zum einzigen Thema werden: Auch in der Friedens- und Sicherheitspolitik gibt es riesige Herausforderungen. Die Bundesregierung sollte mehr Koordination anstoßen, zivile Fähigkeiten stärken und Frühwarnsinstrumente schärfen. Eine Zusammenfassung der PeaceLab-Debatte zum „Neustart in Brüssel“.

Wie sollte die Bundesregierung Chancen, Risiken, Abwägungszwänge, Rückschläge oder Erfolge im Bereich Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung glaubwürdig kommunizieren? Was kann sie dabei von Zivilgesellschaft und Wissenschaft, Privatwirtschaft oder multilateralen Organisationen lernen? In einer „Arbeitsgruppe Kommunikation“ möchten sich die betroffenen Ministerien der Bundesregierung auf Zielsetzungen, Prioritäten und Prozesse einigen, um in Zukunft mehr und besser zu ihrem Krisenengagement zu kommunizieren. Dazu bittet die Bundesregierung zu diesen und weiteren Fragen in den nächsten Monaten um Input aus der Fachcommunity. Debattieren Sie mit!

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"Krisenarbeit kommunizieren": 41 Empfehlungen für die AG Kommunikation der Bundesregierung (Workshopbericht)

Wie kann die Bundesregierung ihre Arbeit zu Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung besser kommunizieren? Um diese Frage zu diskutieren kamen am 28. November 2019 insgesamt 40 Teilnehmer*innen aus den Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kommunikationsbranche und den Ressorts für einen Workshop im Auswärtigen Amt zusammen.

‘Preventing Crises, Resolving Conflicts, Building Peace’ are key challenges for Germany’s and Europe’s evolving international role. Berlin is investing in the field, both financially and conceptually. On this blog, we discuss how to target these investments towards better crisis prevention, conflict management and peacebuilding. Most contributions are in German, but we occasionally ask international experts for their views. This section collects contributions in English.

You are warmly invited to join the discussion: Subscribe to our weekly email-updates (in German), share and comment on posts on social media (@PeaceLabBlog, #PeaceLab), read our summary of the preceding “PeaceLab2016” debate or send us an email at peacelab@gppi.net.

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Veranstaltungshinweise

02
Juni
Future Strategy Forum: Cooperation and Conflict in the Time of Covid-19

The Center for Strategic and International Studies (CSIS) and the Henry A. Kissinger Center for Global Affairs at Johns Hopkins School of Advanced International Studies (SAIS) are pleased to host the 2020 Future Strategy Forum, an initiative to connect scholars who research national security with its leading practitioners. Future Strategy Forum: Cooperation and Conflict in the Time of Covid-19 will feature a virtual keynote discussion with the Hon. Michèle Flournoy on June 2nd, followed by three panels over three days exploring how Covid-19 will impact national security.

CSIS
Online
16
Juni
Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa – Das Friedensgutachten 2020

Die Corona-Pandemie bestimmt aktuell weltweit Politik und Gesellschaft. Vor allem in ärmeren Weltregionen verstärkt sie die Gefahren für Frieden und Sicherheit. Zugleich bestehen andere Friedensrisiken fort: der Klimawandel, die Einschränkung bürgerlicher Rechte, ein drohendes Wettrüsten im Cyberraum, die Rivalitäten der Großmächte und die Zunahme rechter Gewalt. Gerade angesichts der Krise bedarf es internationaler Zusammenarbeit, um Frieden zu sichern - und einer proaktiven EU, die diese Kooperation vorantreibt, sowohl innerhalb Europas als auch global.

Evangelische Akademie zu Berlin
Online